Scheiß Sonderaufgabe! Scheiß Winter! Scheiß Rauchverbot! Es
war einfach zu dämlich … Ja, er hätte mit dem Aufzug runter fahren müssen, vor
die Tür gehen und dort, natürlich nur da, wo es das Erscheinungsbild der Firma
nicht stören würde, seine Zigarette rauchen können. Aber er hatte diese blöde
Sonderaufgabe auf dem Tisch, die er heute noch fertig machen wollte. Die Leute
warteten doch auf seine Zahlen, also. Und es war kalt: der Wind blies um die
Ecke, ab und zu wehte er Flocken von Schnee ins Gesicht.
Da war es doch wirklich allzu verständlich, dass er kurz auf
die Nottreppe gehuscht war, um schnell an seiner Zigarette zu ziehen. Im
Pullover, auf dem Sprung, es sollte ja auch keine lange Pause werden, wegen der
Sonderaufgabe. Und jetzt saß er in der Falle: Die Tür war zugeklappt und vom
Treppenhaus aus ließ sie sich nicht öffnen. War ja auch eine Nottreppe.
Verdammt!
Er malte sich aus, was jetzt käme: Er müsste auf der Treppe
die ganzen Stockwerke hinuntersteigen, um mit dem Notausgang auf der zugigen Strasse
zu landen. Dann müsste er zum Empfang marschieren und die Sicherheitsleute
darum bitten, dass sie ihm das Drehkreuz öffneten, denn der Dienstausweis lag
auf dem Schreibtisch. Da, wo er jetzt auch gerne gewesen wäre, wegen der
Sonderaufgabe. Wahrscheinlich müsste er sich sogar in irgendeine Liste
eintragen, um sich nachher, wenn er heimging, wieder austragen zu lassen.
Abgesehen von den Blicken, die sie ihm zuwerfen würden. Oder den Fragen, die
sie stellen könnten. Womöglich würde ihn sogar jemand vom Sicherheitspersonal
an seinen Schreibtisch begleiten, um seine Identität festzustellen. Wie sollte
er sich denn sonst ausweisen? Oh Mann, was für ein Mist. Alles nur wegen dieser
Sonderaufgabe.
Es half alles nichts. Er machte sich auf den Weg. Vielleicht
sollte er wirklich mit dem Rauchen aufhören. Oder mit den Sonderaufgaben.